{"id":933,"date":"2021-06-24T11:09:00","date_gmt":"2021-06-24T09:09:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/blog\/?p=933"},"modified":"2021-06-24T11:09:00","modified_gmt":"2021-06-24T09:09:00","slug":"11-die-operation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/blog\/11-die-operation\/","title":{"rendered":"(11) DIE Operation"},"content":{"rendered":"<p>Und wie so oft kommt das Leben dazwischen und die Zeit und Nerven f\u00fcr einen Blogbeitrag fehlten einfach.<br \/>\nWie schlie\u00dft man da wieder an?<br \/>\nAch ja. Ich erinnere mich.<br \/>\nEs war 5:15 Uhr am 16.03.2021, der Wecker schrillte.<\/p>\n<h4>Fertig machen. N\u00fcchtern bleiben.<\/h4>\n<p>Die kleine Maus ist bei uns als guter Schl\u00e4fer und Langschl\u00e4fer bekannt und daher machte er auch keine Anstalten aufzuwachen. Mama und Papa konnten sich in Ruhe anziehen um dann in letzter Minute doch noch den Koffer umzupacken. Mein innerer Stress zeigte sich in Zickereien und Panik irgendwas vergessen zu haben. Papa Maus bekam das alles ungefiltert ab und blieb, so gut es ging, die Ruhe selbst.<\/p>\n<p>Zehn Minuten bevor es los ging weckten wir die kleine Maus und zogen ihn nur schnell an. Er sollte ja n\u00fcchtern bleiben und ich hoffte den Gedanken an Essen so hinausz\u00f6gern zu k\u00f6nnen.<br \/>\nIch blieb solidarisch einfach auch N\u00fcchtern&#8230; aber ehrlich gesagt hatte ich auch einfach keinen Hunger und h\u00e4tte vor Nervosit\u00e4t auch nichts runter bekommen. So belie\u00df ich es bei einem Cappuccino to go.<\/p>\n<p>Um 5:50 Uhr gingen wir zu Fu\u00df los zur 800 Meter entfernten Klinik, da wir uns um 6 Uhr auf der Station einfinden sollten.<br \/>\nPapa Maus begleitete uns noch bis zur Station, musste sich dann aber erst einmal wieder verabschieden.<\/p>\n<h4>Warten. Was sonst?!<\/h4>\n<p>Auf der Station angekommen durfte die kleine Maus sich schon mal in ein kleines OP Hemdchen schmei\u00dfen und es sich auf einem im Gang stehenden Bett bequem machen.<br \/>\nEigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir an erster Stelle dran sind, wie es uns am Vortag gesagt wurde. Leider ergab sich das wohl als Falschinformation. Ein Kind nach dem anderen wurde vor uns Richtung OP geschoben.<br \/>\nDie kleine Maus war wieder einmal unheimlich geduldig, hat sich umgeschaut, erz\u00e4hlt, gefragt und schlie\u00dflich sogar noch ein bisschen geschlafen. Das Pflegepersonal war ziemlich erstaunt wie er in diesem Trubel einfach so ein Schl\u00e4fchen halten kann, aber ich denke er hat auch die Anspannung gesp\u00fcrt und dann einfach auf seine Art abgeschaltet.<\/p>\n<p>Nach 3 Stunden (!) warten sollten wir dann aber endlich dran kommen.<br \/>\nZun\u00e4chst durfte die kleine Maus aber noch einen kleinen Schlafsaft trinken. Dieser bitters\u00fc\u00dfe Saft gefiel ihm aber gar nicht und so spuckte er 90 % davon im hohen Bogen wieder aus.<br \/>\nSo wurde die kleine Maus mit meiner Hilfe erst mal ohne Schlummertrunk zum Aufwachraum (in diesem Fall eher ein Einschlafraum) gefahren.<br \/>\nDort angekommen bekamen er und sein Monsterchen eine schicke OP Haube. Das erfahrene Personal schaffte es sogar der kleinen Maus doch noch die n\u00f6tige Menge Saft einzufl\u00f6\u00dfen. Sehr liebevoll, ohne Zwang und mit einer unsichtbaren extra Portion f\u00fcr das Monsterchen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_956\" aria-describedby=\"caption-attachment-956\" style=\"width: 211px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-956 size-medium\" src=\"http:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-211x300.jpg\" alt=\"\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-211x300.jpg 211w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-721x1024.jpg 721w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-768x1091.jpg 768w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-1081x1536.jpg 1081w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-1442x2048.jpg 1442w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-1140x1620.jpg 1140w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-600x852.jpg 600w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_095330-1-scaled.jpg 1802w\" sizes=\"auto, (max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-956\" class=\"wp-caption-text\">Zeitvertreib bis zum Einschlafen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach weiteren ca. 20 Minuten hie\u00df es dann Abschied nehmen. Die mittlerweile sehr lustige und gleichzeitig m\u00fcde kleine Maus gab mir noch ein K\u00fcsschen und wurde dann freudig winkend zum OP geschoben.<\/p>\n<h4>Wir sind Profis im Warten<\/h4>\n<p>Ich verlie\u00df das Geb\u00e4ude und traf mich drau\u00dfen auf dem Klinik Gel\u00e4nde mit Papa Maus. Als erstes schrieb ich aber Frau Dr. Hase wie abgesprochen eine Nachricht:<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>&#8222;?&#8220;<\/strong><\/span> (Dieses kleine Zeichen sollte ich ihr schicken wenn ich die kleine Maus an der OP Schleuse abgegeben habe)<\/p>\n<p>Wir spazierten \u00fcber das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde der Klinik, tranken einen Kaffee zusammen und ich bekam auch endlich ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, das Papa Maus mir vom B\u00e4cker mitbrachte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_940\" aria-describedby=\"caption-attachment-940\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-940 size-medium\" src=\"http:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-300x169.jpg 300w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-768x432.jpg 768w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-1140x641.jpg 1140w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_104019-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-940\" class=\"wp-caption-text\">Spaziergang \u00fcber das Gel\u00e4nde<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gegen 11:30 Uhr kam dann wie verabredet die Antwort von Frau Dr. Hase:<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #3366ff;\">&#8222;Ich fange an&#8220;\u00a0<\/span><\/strong><br \/>\nDie kleine Maus war also nun soweit vorbereitet, dass Frau Dr. Hase mit der eigentlichen OP beginnen konnte. Ihre reine Operationszeit w\u00fcrde etwa 3 Stunden betragen und danach w\u00fcrde Sie uns anrufen.<\/p>\n<p>Also hie\u00df es jetzt f\u00fcr uns &#8222;einfach nur&#8220; warten. Das k\u00f6nnen wir mittlerweile ganz gut. Spazieren, Reden, Lesen, Handy daddeln, Instagram, Facebook, zwischendurch Mittagessen, rumsitzen, L\u00f6cher in die Luft starren&#8230; Klingeling. Pl\u00f6tzlich klingelt mein Handy.<br \/>\nSchon um 14 Uhr rief Frau Dr. Hase an.<\/p>\n<h4>Fertig<\/h4>\n<p>&#8222;Ich bin fertig. Die Operation ist gut verlaufen. Der kleinen Maus geht es gut. Machen Sie sich jetzt mal ganz langsam auf den Weg zur OP Schleuse. Wir treffen uns dort so in 20 Minuten.&#8220;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich haben wir uns nicht ganz langsam auf den Weg gemacht. Wir sind direkt Richtung OP Bereich und haben dort einfach gewartet bis Frau Dr. Hase zu uns kam.<br \/>\nDie Operation verlief soweit nach Plan. Es waren laut R\u00f6ntgen ja in etwa 8 cm Dickdarm betroffen. Entfernt wurden ca. 14 cm, da der Darm an der Stelle besser geeignet war um ihn wieder zu vern\u00e4hen. W\u00e4hrend des Eingriffs wurde auch eine kleine Probe direkt zum Labor gebracht um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob auch kein aganglion\u00e4res Segment (Darm ohne Ganglienzellen) zur\u00fcck geblieben ist. Am Ende der Operation wird der Darm wieder zur\u00fcck an Ort und Stelle gebracht. Dabei ist eine kleine Darmfalte zur\u00fcck geblieben die noch etwas aus dem After hinaus schaute. Im besten Fall sollte diese sich aber in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen selbst zur\u00fcckziehen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend haben wir auch erfahren, warum die OP erst so sp\u00e4t beginnen konnte. Es war schlicht kein Intensivbett frei, womit die OP tats\u00e4chlich zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Aufgrund der langen Narkose und der schweren Operation kommen Kinder nach einer Durchzugsoperation nach De La Torre immer f\u00fcr mindestens einen Tag auf die Intensiv- oder \u00dcberwachungsstation.<br \/>\nFrau Dr. Hase hat vor der Operation die verschiedenen Kinderintensivstationen der Klinik abgeklappert und schlie\u00dflich einen Platz auf der Kinderkardiologischen \u00dcberwachungsstation f\u00fcr die kleine Maus gefunden.<\/p>\n<p>Ich durfte dann in den Aufwachraum zu unserer kleinen Maus bis er fit genug w\u00e4re zum Verlegen auf die \u00dcberwachungsstation.<br \/>\nZuerst hatte ich Angst davor wie er wohl aussieht mit den ganzen Zug\u00e4ngen, aber schlie\u00dflich war ich doch erleichtert, dass er gar nicht so schlimm aussah wie ich bef\u00fcrchtet hatte.<br \/>\nEr hatte einen zentralen Venenkatheter am Hals, einen Zugang am Handgelenk und einen Blasenkatheter. Klingt schon nach viel, aber es war alles gut verpackt und sah halb so wild aus.<\/p>\n<figure id=\"attachment_942\" aria-describedby=\"caption-attachment-942\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-942 size-medium\" src=\"http:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-576x1024.jpg 576w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-768x1365.jpg 768w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-864x1536.jpg 864w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-1140x2027.jpg 1140w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-600x1067.jpg 600w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_155145-1-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-942\" class=\"wp-caption-text\">Im Aufwachraum.<br \/>Auch Monsterchen geht es gut.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Richtig wach wurde er im Aufwachraum nicht, aber zumindest \u00f6ffnete er zwischendurch mal kurz die Augen. Nach ca. 30 Minuten konnten wir ihn dann gemeinsam zur \u00dcberwachungsstation begleiten. Dort durfte Papa Maus auch noch bis zum fr\u00fchen Abend bei uns bleiben und ich bekam entgegen der Erwartungen ein &#8222;richtiges&#8220; Elternklappbett und nicht nur einen Sessel zum Schlafen.<\/p>\n<h4>Auf der \u00dcberwachungsstation<\/h4>\n<p>Die erste Nacht war dann auch sehr durchwachsen. An dem ZVK (zentraler Venenkatheter) waren 3 Infusionen angeschlossen. Eine davon ein Dauerschmerzmittel, zus\u00e4tzlich Fl\u00fcssigkeit und einer Optional f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Schmerzmittel. Das wichtigste sei jetzt laut Frau Dr. Hase erst einmal, dass die kleine Maus komplett schmerzfrei ist und so viel Schmerzmittel bekommen darf wie daf\u00fcr n\u00f6tig. In der ersten Nacht wirkte die Kaudalan\u00e4sthesie von der OP wohl noch gut nach.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen war dann aber der Moment f\u00fcr das st\u00e4rkere Schmerzmittel gekommen. Ein starkes Opioid das liebevoll &#8222;Dippi&#8220; genannt wurde. Die schmerzen wurden damit schnell besser, aber eine Nebenwirkung davon ist wohl \u00dcbelkeit und Erbrechen. Naja, und wenn irgendwo Erbrechen als Nebenwirkung drauf steht, dann nimmt die kleine Maus es auch mit.<br \/>\nDas war kein sch\u00f6ner Anblick. Benebelt vom Schmerzmittel, zitternd vom Erbrechen.<br \/>\nIm Laufe des Vormittags ging es ihm aber so gut, dass wir auf die Normalstation verlegt werden konnten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_957\" aria-describedby=\"caption-attachment-957\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-957 size-medium\" src=\"http:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-576x1024.jpg 576w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-768x1365.jpg 768w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-864x1536.jpg 864w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-1140x2027.jpg 1140w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-600x1067.jpg 600w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210316_192224-1-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-957\" class=\"wp-caption-text\">Auf der \u00dcberwachung nach dem Dippi<\/figcaption><\/figure>\n<h4>Normalstation<\/h4>\n<p>Auf der Normalstation bekam er noch insgesamt zweimal den Dippi. Leider jedes Mal mit Erbrechen, aber immer noch besser als die Schmerzen zu ertragen.<br \/>\nIch wurde in der Krankenhauszeit selbst zur kleinen Hilfspflegekraft. Ich wollte mitmachen und wissen was passiert.<br \/>\nEin Beispiel die &#8222;Infusionsmaschine&#8220; am ZVK. Immer wenn eine der 3 Infusionen fast leer gelaufen war gab es ein Warnsignal (Ich werde diese D\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct wohl nie mehr aus dem Ohr bekommen). Ich wusste dann schnell wie ich zumindest den Ton kurz ausschalten konnte und habe dann 2 Minuten vor Ablauf eine Schwester oder einen Pfleger geholt. Wenn man zu fr\u00fch jemanden holte dauerte es zu lange und die Pflegekraft musste wieder schnell woanders hin, weshalb man dann also noch mal bescheid sagen m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Es ging der kleinen Maus dann aber in gro\u00dfen Schritten schnell besser. Da war dann eher das Problem den Bewegungsdrang in Zaum zu halten und da war dann die t\u00e4gliche Physiotherapie ein echtes Highlight. Abgesehen davon haben wir viel gelesen, gespielt, Musik geh\u00f6rt, gesungen und gekuschelt&#8230; oder auch nicht. Wir haben zwar auch ein bisschen gepuzzelt und Tip Toi B\u00fccher angeschaut, aber die meiste Zeit musste tats\u00e4chlich das Tablet herhalten. Ich glaube die kleine Maus hat noch nie so viel am Tablet gespielt und geschaut wie bei diesem Krankenhaus Aufenthalt.<br \/>\nDas Kuscheln beschr\u00e4nkte sich auch darauf, dass ich mich manchmal zu ihm gelegt habe wenn er einen Film schaute oder auch das Kuscheln zum Einschlafen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_958\" aria-describedby=\"caption-attachment-958\" style=\"width: 169px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-958 size-medium\" src=\"http:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-576x1024.jpg 576w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-768x1365.jpg 768w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-864x1536.jpg 864w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-1140x2027.jpg 1140w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-600x1067.jpg 600w, https:\/\/wir-im-maushaus.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/20210318_135400-1-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-958\" class=\"wp-caption-text\">Spa\u00df bei der Physio<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die N\u00e4chte waren extrem durchwachsen. Die kleine Maus hat im Grunde immer durch geschlafen, aber trotzdem wurde ich bei jeder Bewegung wach, aus Sorge er k\u00f6nnte sich in den Schl\u00e4uchen vom ZVK verheddern. Oder auch wenn mal wieder eine Infusion durch gelaufen war und das eindringliche &#8222;d\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct&#8220; ert\u00f6nte.<br \/>\nAuch das 10 Monate alte Baby, das mit seiner Mama bei uns auf dem Zimmer lag hat (verst\u00e4ndlicherweise) sehr unruhig geschlafen. Da ist dann auch noch der Mama Instinkt in mir sehr ausgepr\u00e4gt, so dass ich auch da immer gleich mit wach wurde.<\/p>\n<p>Die Verdauung klappte nach der OP auch gleich sehr gut. Ein bisschen zu gut sogar, da er mitunter alle 20 Minuten eine Frische Windel brauchte. Dadurch hatte er dann direkt einen sehr sehr wunden Po. Unsere liebe Morbus Hirschsprung Gruppe hatte uns darauf schon vorbereitet. Die Haut am After muss sich erst mal an den Stuhlgang gew\u00f6hnen.<br \/>\nDas Ausma\u00df h\u00e4tte ich mir aber niemals so heftig vorgestellt. Mir war nicht bewusst wie ein Kind so einen wunden Po bekommen kann. Er war wirklich blutig und offen wund. Er bekam also schon daf\u00fcr auch erst mal weiter Schmerzmittel und zum abheilen eine spezielle Mischcreme und Schwarztee zum abtupfen.<\/p>\n<h4>Ab nach Hause<\/h4>\n<p>Schon 6 Tage nach der Operation durften wir tats\u00e4chlich schon nach Hause. Wir waren davon ausgegangen, dass wir noch eine Woche in der N\u00e4he der Klinik bleiben sollen, aber Frau Dr. Hase war so zufrieden mit der kleinen Maus, dass es daf\u00fcr keinen Anlass gab.<br \/>\nDie gro\u00dfe Maus und Papa Maus holten uns also am Krankenhaus ab und wir verbrachten noch eine Nacht gemeinsam im Ronald McDonald Haus.<\/p>\n<p>Diese Nacht war aber alles andere als ruhig. Warum, erfahrt Ihr im n\u00e4chsten Beitrag \u00fcber die Zeit nach dem Krankenhaus.<\/p>\n<p>Bis bald.<br \/>\nEure Mama Maus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wie so oft kommt das Leben dazwischen und die Zeit und Nerven f\u00fcr einen Blogbeitrag fehlten einfach. Wie schlie\u00dft man da wieder an? Ach ja. Ich erinnere mich. Es war 5:15 Uhr am 16.03.2021, der Wecker schrillte. Fertig machen. N\u00fcchtern bleiben. Die kleine Maus ist bei uns als guter Schl\u00e4fer und Langschl\u00e4fer bekannt und daher machte er auch keine Anstalten aufzuwachen. Mama und Papa konnten sich in Ruhe anziehen um dann in letzter Minute doch noch den Koffer umzupacken. Mein innerer Stress zeigte sich in Zickereien und Panik irgendwas vergessen zu haben. Papa Maus bekam das alles ungefiltert ab und blieb, so gut es ging, die Ruhe selbst. Zehn Minuten bevor es los ging weckten wir die kleine Maus und zogen ihn nur schnell an. Er sollte ja n\u00fcchtern bleiben und ich hoffte den Gedanken an Essen so hinausz\u00f6gern zu k\u00f6nnen. Ich blieb solidarisch einfach auch N\u00fcchtern&#8230; aber ehrlich gesagt hatte ich auch einfach keinen Hunger und h\u00e4tte vor Nervosit\u00e4t auch nichts runter bekommen. So belie\u00df ich es bei einem Cappuccino to go. Um 5:50 Uhr gingen wir zu Fu\u00df los zur 800 Meter entfernten Klinik, da wir uns um 6 Uhr auf der Station einfinden sollten. Papa Maus begleitete uns noch bis zur Station, musste sich dann aber erst einmal wieder verabschieden. Warten. Was sonst?! Auf der Station angekommen durfte die kleine Maus sich schon mal in ein kleines OP Hemdchen schmei\u00dfen und es sich auf einem im Gang stehenden Bett bequem machen. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir an erster Stelle dran sind, wie es uns am Vortag gesagt wurde. Leider ergab sich das wohl als Falschinformation. Ein Kind nach dem anderen wurde vor uns Richtung OP geschoben. Die kleine Maus war wieder einmal unheimlich geduldig, hat sich umgeschaut, erz\u00e4hlt, gefragt und schlie\u00dflich sogar noch ein bisschen geschlafen. Das Pflegepersonal war ziemlich erstaunt wie er in diesem Trubel einfach so ein Schl\u00e4fchen halten kann, aber ich denke er hat auch die Anspannung gesp\u00fcrt und dann einfach auf seine Art abgeschaltet. Nach 3 Stunden (!) warten sollten wir dann aber endlich dran kommen. Zun\u00e4chst durfte die kleine Maus aber noch einen kleinen Schlafsaft trinken. Dieser bitters\u00fc\u00dfe Saft gefiel ihm aber gar nicht und so spuckte er 90 % davon im hohen Bogen wieder aus. So wurde die kleine Maus mit meiner Hilfe erst mal ohne Schlummertrunk zum Aufwachraum (in diesem Fall eher ein Einschlafraum) gefahren. Dort angekommen bekamen er und sein Monsterchen eine schicke OP Haube. Das erfahrene Personal schaffte es sogar der kleinen Maus doch noch die n\u00f6tige Menge Saft einzufl\u00f6\u00dfen. Sehr liebevoll, ohne Zwang und mit einer unsichtbaren extra Portion f\u00fcr das Monsterchen. Nach weiteren ca. 20 Minuten hie\u00df es dann Abschied nehmen. Die mittlerweile sehr lustige und gleichzeitig m\u00fcde kleine Maus gab mir noch ein K\u00fcsschen und wurde dann freudig winkend zum OP geschoben. Wir sind Profis im Warten Ich verlie\u00df das Geb\u00e4ude und traf mich drau\u00dfen auf dem Klinik Gel\u00e4nde mit Papa Maus. Als erstes schrieb ich aber Frau Dr. Hase wie abgesprochen eine Nachricht: &#8222;?&#8220; (Dieses kleine Zeichen sollte ich ihr schicken wenn ich die kleine Maus an der OP Schleuse abgegeben habe) Wir spazierten \u00fcber das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde der Klinik, tranken einen Kaffee zusammen und ich bekam auch endlich ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, das Papa Maus mir vom B\u00e4cker mitbrachte. Gegen 11:30 Uhr kam dann wie verabredet die Antwort von Frau Dr. Hase: &#8222;Ich fange an&#8220;\u00a0 Die kleine Maus war also nun soweit vorbereitet, dass Frau Dr. Hase mit der eigentlichen OP beginnen konnte. Ihre reine Operationszeit w\u00fcrde etwa 3 Stunden betragen und danach w\u00fcrde Sie uns anrufen. Also hie\u00df es jetzt f\u00fcr uns &#8222;einfach nur&#8220; warten. Das k\u00f6nnen wir mittlerweile ganz gut. Spazieren, Reden, Lesen, Handy daddeln, Instagram, Facebook, zwischendurch Mittagessen, rumsitzen, L\u00f6cher in die Luft starren&#8230; Klingeling. Pl\u00f6tzlich klingelt mein Handy. Schon um 14 Uhr rief Frau Dr. Hase an. Fertig &#8222;Ich bin fertig. Die Operation ist gut verlaufen. Der kleinen Maus geht es gut. Machen Sie sich jetzt mal ganz langsam auf den Weg zur OP Schleuse. Wir treffen uns dort so in 20 Minuten.&#8220; Nat\u00fcrlich haben wir uns nicht ganz langsam auf den Weg gemacht. Wir sind direkt Richtung OP Bereich und haben dort einfach gewartet bis Frau Dr. Hase zu uns kam. Die Operation verlief soweit nach Plan. Es waren laut R\u00f6ntgen ja in etwa 8 cm Dickdarm betroffen. Entfernt wurden ca. 14 cm, da der Darm an der Stelle besser geeignet war um ihn wieder zu vern\u00e4hen. W\u00e4hrend des Eingriffs wurde auch eine kleine Probe direkt zum Labor gebracht um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob auch kein aganglion\u00e4res Segment (Darm ohne Ganglienzellen) zur\u00fcck geblieben ist. Am Ende der Operation wird der Darm wieder zur\u00fcck an Ort und Stelle gebracht. Dabei ist eine kleine Darmfalte zur\u00fcck geblieben die noch etwas aus dem After hinaus schaute. Im besten Fall sollte diese sich aber in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen selbst zur\u00fcckziehen. Anschlie\u00dfend haben wir auch erfahren, warum die OP erst so sp\u00e4t beginnen konnte. Es war schlicht kein Intensivbett frei, womit die OP tats\u00e4chlich zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Aufgrund der langen Narkose und der schweren Operation kommen Kinder nach einer Durchzugsoperation nach De La Torre immer f\u00fcr mindestens einen Tag auf die Intensiv- oder \u00dcberwachungsstation. Frau Dr. Hase hat vor der Operation die verschiedenen Kinderintensivstationen der Klinik abgeklappert und schlie\u00dflich einen Platz auf der Kinderkardiologischen \u00dcberwachungsstation f\u00fcr die kleine Maus gefunden. Ich durfte dann in den Aufwachraum zu unserer kleinen Maus bis er fit genug w\u00e4re zum Verlegen auf die \u00dcberwachungsstation. Zuerst hatte ich Angst davor wie er wohl aussieht mit den ganzen Zug\u00e4ngen, aber schlie\u00dflich war ich doch erleichtert, dass er gar nicht so schlimm aussah wie ich bef\u00fcrchtet hatte. Er hatte einen zentralen Venenkatheter am Hals, einen Zugang am Handgelenk und einen Blasenkatheter. Klingt schon nach viel, aber es war alles gut verpackt und sah halb so wild aus. 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Am n\u00e4chsten Morgen war dann aber der Moment f\u00fcr das st\u00e4rkere Schmerzmittel gekommen. Ein starkes Opioid das liebevoll &#8222;Dippi&#8220; genannt wurde. Die schmerzen wurden damit schnell besser, aber eine Nebenwirkung davon ist wohl \u00dcbelkeit und Erbrechen. Naja, und wenn irgendwo Erbrechen als Nebenwirkung drauf steht, dann nimmt die kleine Maus es auch mit. Das war kein sch\u00f6ner Anblick. Benebelt vom Schmerzmittel, zitternd vom Erbrechen. Im Laufe des Vormittags ging es ihm aber so gut, dass wir auf die Normalstation verlegt werden konnten. Normalstation Auf der Normalstation bekam er noch insgesamt zweimal den Dippi. Leider jedes Mal mit Erbrechen, aber immer noch besser als die Schmerzen zu ertragen. Ich wurde in der Krankenhauszeit selbst zur kleinen Hilfspflegekraft. Ich wollte mitmachen und wissen was passiert. Ein Beispiel die &#8222;Infusionsmaschine&#8220; am ZVK. 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Ich glaube die kleine Maus hat noch nie so viel am Tablet gespielt und geschaut wie bei diesem Krankenhaus Aufenthalt. Das Kuscheln beschr\u00e4nkte sich auch darauf, dass ich mich manchmal zu ihm gelegt habe wenn er einen Film schaute oder auch das Kuscheln zum Einschlafen. Die N\u00e4chte waren extrem durchwachsen. Die kleine Maus hat im Grunde immer durch geschlafen, aber trotzdem wurde ich bei jeder Bewegung wach, aus Sorge er k\u00f6nnte sich in den Schl\u00e4uchen vom ZVK verheddern. Oder auch wenn mal wieder eine Infusion durch gelaufen war und das eindringliche &#8222;d\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct&#8220; ert\u00f6nte. Auch das 10 Monate alte Baby, das mit seiner Mama bei uns auf dem Zimmer lag hat (verst\u00e4ndlicherweise) sehr unruhig geschlafen. Da ist dann auch noch der Mama Instinkt in mir sehr ausgepr\u00e4gt, so dass ich auch da immer gleich mit wach wurde. Die Verdauung klappte nach der OP auch gleich sehr gut. Ein bisschen zu gut sogar, da er mitunter alle 20 Minuten eine Frische Windel brauchte. Dadurch hatte er dann direkt einen sehr sehr wunden Po. Unsere liebe Morbus Hirschsprung Gruppe hatte uns darauf schon vorbereitet. Die Haut am After muss sich erst mal an den Stuhlgang gew\u00f6hnen. Das Ausma\u00df h\u00e4tte ich mir aber niemals so heftig vorgestellt. Mir war nicht bewusst wie ein Kind so einen wunden Po bekommen kann. Er war wirklich blutig und offen wund. Er bekam also schon daf\u00fcr auch erst mal weiter Schmerzmittel und zum abheilen eine spezielle Mischcreme und Schwarztee zum abtupfen. Ab nach Hause Schon 6 Tage nach der Operation durften wir tats\u00e4chlich schon nach Hause. Wir waren davon ausgegangen, dass wir noch eine Woche in der N\u00e4he der Klinik bleiben sollen, aber Frau Dr. Hase war so zufrieden mit der kleinen Maus, dass es daf\u00fcr keinen Anlass gab. Die gro\u00dfe Maus und Papa Maus holten uns also am Krankenhaus ab und wir verbrachten noch eine Nacht gemeinsam im Ronald McDonald Haus. Diese Nacht war aber alles andere als ruhig. Warum, erfahrt Ihr im n\u00e4chsten Beitrag \u00fcber die Zeit nach dem Krankenhaus. Bis bald. 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Wie schlie\u00dft man da wieder an? Ach ja. Ich erinnere mich. Es war 5:15 Uhr am 16.03.2021, der Wecker schrillte. Fertig machen. N\u00fcchtern bleiben. Die kleine Maus ist bei uns als guter Schl\u00e4fer und Langschl\u00e4fer bekannt und daher machte er auch keine Anstalten aufzuwachen. Mama und Papa konnten sich in Ruhe anziehen um dann in letzter Minute doch noch den Koffer umzupacken. Mein innerer Stress zeigte sich in Zickereien und Panik irgendwas vergessen zu haben. Papa Maus bekam das alles ungefiltert ab und blieb, so gut es ging, die Ruhe selbst. Zehn Minuten bevor es los ging weckten wir die kleine Maus und zogen ihn nur schnell an. Er sollte ja n\u00fcchtern bleiben und ich hoffte den Gedanken an Essen so hinausz\u00f6gern zu k\u00f6nnen. Ich blieb solidarisch einfach auch N\u00fcchtern&#8230; aber ehrlich gesagt hatte ich auch einfach keinen Hunger und h\u00e4tte vor Nervosit\u00e4t auch nichts runter bekommen. So belie\u00df ich es bei einem Cappuccino to go. Um 5:50 Uhr gingen wir zu Fu\u00df los zur 800 Meter entfernten Klinik, da wir uns um 6 Uhr auf der Station einfinden sollten. Papa Maus begleitete uns noch bis zur Station, musste sich dann aber erst einmal wieder verabschieden. Warten. Was sonst?! Auf der Station angekommen durfte die kleine Maus sich schon mal in ein kleines OP Hemdchen schmei\u00dfen und es sich auf einem im Gang stehenden Bett bequem machen. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir an erster Stelle dran sind, wie es uns am Vortag gesagt wurde. Leider ergab sich das wohl als Falschinformation. Ein Kind nach dem anderen wurde vor uns Richtung OP geschoben. Die kleine Maus war wieder einmal unheimlich geduldig, hat sich umgeschaut, erz\u00e4hlt, gefragt und schlie\u00dflich sogar noch ein bisschen geschlafen. Das Pflegepersonal war ziemlich erstaunt wie er in diesem Trubel einfach so ein Schl\u00e4fchen halten kann, aber ich denke er hat auch die Anspannung gesp\u00fcrt und dann einfach auf seine Art abgeschaltet. Nach 3 Stunden (!) warten sollten wir dann aber endlich dran kommen. Zun\u00e4chst durfte die kleine Maus aber noch einen kleinen Schlafsaft trinken. Dieser bitters\u00fc\u00dfe Saft gefiel ihm aber gar nicht und so spuckte er 90 % davon im hohen Bogen wieder aus. So wurde die kleine Maus mit meiner Hilfe erst mal ohne Schlummertrunk zum Aufwachraum (in diesem Fall eher ein Einschlafraum) gefahren. Dort angekommen bekamen er und sein Monsterchen eine schicke OP Haube. Das erfahrene Personal schaffte es sogar der kleinen Maus doch noch die n\u00f6tige Menge Saft einzufl\u00f6\u00dfen. Sehr liebevoll, ohne Zwang und mit einer unsichtbaren extra Portion f\u00fcr das Monsterchen. Nach weiteren ca. 20 Minuten hie\u00df es dann Abschied nehmen. Die mittlerweile sehr lustige und gleichzeitig m\u00fcde kleine Maus gab mir noch ein K\u00fcsschen und wurde dann freudig winkend zum OP geschoben. Wir sind Profis im Warten Ich verlie\u00df das Geb\u00e4ude und traf mich drau\u00dfen auf dem Klinik Gel\u00e4nde mit Papa Maus. Als erstes schrieb ich aber Frau Dr. Hase wie abgesprochen eine Nachricht: &#8222;?&#8220; (Dieses kleine Zeichen sollte ich ihr schicken wenn ich die kleine Maus an der OP Schleuse abgegeben habe) Wir spazierten \u00fcber das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde der Klinik, tranken einen Kaffee zusammen und ich bekam auch endlich ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, das Papa Maus mir vom B\u00e4cker mitbrachte. Gegen 11:30 Uhr kam dann wie verabredet die Antwort von Frau Dr. Hase: &#8222;Ich fange an&#8220;\u00a0 Die kleine Maus war also nun soweit vorbereitet, dass Frau Dr. Hase mit der eigentlichen OP beginnen konnte. Ihre reine Operationszeit w\u00fcrde etwa 3 Stunden betragen und danach w\u00fcrde Sie uns anrufen. Also hie\u00df es jetzt f\u00fcr uns &#8222;einfach nur&#8220; warten. Das k\u00f6nnen wir mittlerweile ganz gut. Spazieren, Reden, Lesen, Handy daddeln, Instagram, Facebook, zwischendurch Mittagessen, rumsitzen, L\u00f6cher in die Luft starren&#8230; Klingeling. Pl\u00f6tzlich klingelt mein Handy. Schon um 14 Uhr rief Frau Dr. Hase an. Fertig &#8222;Ich bin fertig. Die Operation ist gut verlaufen. Der kleinen Maus geht es gut. Machen Sie sich jetzt mal ganz langsam auf den Weg zur OP Schleuse. Wir treffen uns dort so in 20 Minuten.&#8220; Nat\u00fcrlich haben wir uns nicht ganz langsam auf den Weg gemacht. Wir sind direkt Richtung OP Bereich und haben dort einfach gewartet bis Frau Dr. Hase zu uns kam. Die Operation verlief soweit nach Plan. Es waren laut R\u00f6ntgen ja in etwa 8 cm Dickdarm betroffen. Entfernt wurden ca. 14 cm, da der Darm an der Stelle besser geeignet war um ihn wieder zu vern\u00e4hen. W\u00e4hrend des Eingriffs wurde auch eine kleine Probe direkt zum Labor gebracht um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob auch kein aganglion\u00e4res Segment (Darm ohne Ganglienzellen) zur\u00fcck geblieben ist. Am Ende der Operation wird der Darm wieder zur\u00fcck an Ort und Stelle gebracht. Dabei ist eine kleine Darmfalte zur\u00fcck geblieben die noch etwas aus dem After hinaus schaute. Im besten Fall sollte diese sich aber in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen selbst zur\u00fcckziehen. Anschlie\u00dfend haben wir auch erfahren, warum die OP erst so sp\u00e4t beginnen konnte. Es war schlicht kein Intensivbett frei, womit die OP tats\u00e4chlich zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Aufgrund der langen Narkose und der schweren Operation kommen Kinder nach einer Durchzugsoperation nach De La Torre immer f\u00fcr mindestens einen Tag auf die Intensiv- oder \u00dcberwachungsstation. Frau Dr. Hase hat vor der Operation die verschiedenen Kinderintensivstationen der Klinik abgeklappert und schlie\u00dflich einen Platz auf der Kinderkardiologischen \u00dcberwachungsstation f\u00fcr die kleine Maus gefunden. Ich durfte dann in den Aufwachraum zu unserer kleinen Maus bis er fit genug w\u00e4re zum Verlegen auf die \u00dcberwachungsstation. Zuerst hatte ich Angst davor wie er wohl aussieht mit den ganzen Zug\u00e4ngen, aber schlie\u00dflich war ich doch erleichtert, dass er gar nicht so schlimm aussah wie ich bef\u00fcrchtet hatte. Er hatte einen zentralen Venenkatheter am Hals, einen Zugang am Handgelenk und einen Blasenkatheter. Klingt schon nach viel, aber es war alles gut verpackt und sah halb so wild aus. Richtig wach wurde er im Aufwachraum nicht, aber zumindest \u00f6ffnete er zwischendurch mal kurz die Augen. Nach ca. 30 Minuten konnten wir ihn dann gemeinsam zur \u00dcberwachungsstation begleiten. Dort durfte Papa Maus auch noch bis zum fr\u00fchen Abend bei uns bleiben und ich bekam entgegen der Erwartungen ein &#8222;richtiges&#8220; Elternklappbett und nicht nur einen Sessel zum Schlafen. Auf der \u00dcberwachungsstation Die erste Nacht war dann auch sehr durchwachsen. An dem ZVK (zentraler Venenkatheter) waren 3 Infusionen angeschlossen. Eine davon ein Dauerschmerzmittel, zus\u00e4tzlich Fl\u00fcssigkeit und einer Optional f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Schmerzmittel. Das wichtigste sei jetzt laut Frau Dr. Hase erst einmal, dass die kleine Maus komplett schmerzfrei ist und so viel Schmerzmittel bekommen darf wie daf\u00fcr n\u00f6tig. In der ersten Nacht wirkte die Kaudalan\u00e4sthesie von der OP wohl noch gut nach. Am n\u00e4chsten Morgen war dann aber der Moment f\u00fcr das st\u00e4rkere Schmerzmittel gekommen. Ein starkes Opioid das liebevoll &#8222;Dippi&#8220; genannt wurde. Die schmerzen wurden damit schnell besser, aber eine Nebenwirkung davon ist wohl \u00dcbelkeit und Erbrechen. Naja, und wenn irgendwo Erbrechen als Nebenwirkung drauf steht, dann nimmt die kleine Maus es auch mit. Das war kein sch\u00f6ner Anblick. Benebelt vom Schmerzmittel, zitternd vom Erbrechen. Im Laufe des Vormittags ging es ihm aber so gut, dass wir auf die Normalstation verlegt werden konnten. Normalstation Auf der Normalstation bekam er noch insgesamt zweimal den Dippi. Leider jedes Mal mit Erbrechen, aber immer noch besser als die Schmerzen zu ertragen. Ich wurde in der Krankenhauszeit selbst zur kleinen Hilfspflegekraft. Ich wollte mitmachen und wissen was passiert. Ein Beispiel die &#8222;Infusionsmaschine&#8220; am ZVK. Immer wenn eine der 3 Infusionen fast leer gelaufen war gab es ein Warnsignal (Ich werde diese D\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct wohl nie mehr aus dem Ohr bekommen). Ich wusste dann schnell wie ich zumindest den Ton kurz ausschalten konnte und habe dann 2 Minuten vor Ablauf eine Schwester oder einen Pfleger geholt. Wenn man zu fr\u00fch jemanden holte dauerte es zu lange und die Pflegekraft musste wieder schnell woanders hin, weshalb man dann also noch mal bescheid sagen m\u00fcsste. Es ging der kleinen Maus dann aber in gro\u00dfen Schritten schnell besser. Da war dann eher das Problem den Bewegungsdrang in Zaum zu halten und da war dann die t\u00e4gliche Physiotherapie ein echtes Highlight. Abgesehen davon haben wir viel gelesen, gespielt, Musik geh\u00f6rt, gesungen und gekuschelt&#8230; oder auch nicht. Wir haben zwar auch ein bisschen gepuzzelt und Tip Toi B\u00fccher angeschaut, aber die meiste Zeit musste tats\u00e4chlich das Tablet herhalten. Ich glaube die kleine Maus hat noch nie so viel am Tablet gespielt und geschaut wie bei diesem Krankenhaus Aufenthalt. Das Kuscheln beschr\u00e4nkte sich auch darauf, dass ich mich manchmal zu ihm gelegt habe wenn er einen Film schaute oder auch das Kuscheln zum Einschlafen. Die N\u00e4chte waren extrem durchwachsen. Die kleine Maus hat im Grunde immer durch geschlafen, aber trotzdem wurde ich bei jeder Bewegung wach, aus Sorge er k\u00f6nnte sich in den Schl\u00e4uchen vom ZVK verheddern. Oder auch wenn mal wieder eine Infusion durch gelaufen war und das eindringliche &#8222;d\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct&#8220; ert\u00f6nte. Auch das 10 Monate alte Baby, das mit seiner Mama bei uns auf dem Zimmer lag hat (verst\u00e4ndlicherweise) sehr unruhig geschlafen. Da ist dann auch noch der Mama Instinkt in mir sehr ausgepr\u00e4gt, so dass ich auch da immer gleich mit wach wurde. Die Verdauung klappte nach der OP auch gleich sehr gut. Ein bisschen zu gut sogar, da er mitunter alle 20 Minuten eine Frische Windel brauchte. Dadurch hatte er dann direkt einen sehr sehr wunden Po. Unsere liebe Morbus Hirschsprung Gruppe hatte uns darauf schon vorbereitet. Die Haut am After muss sich erst mal an den Stuhlgang gew\u00f6hnen. Das Ausma\u00df h\u00e4tte ich mir aber niemals so heftig vorgestellt. Mir war nicht bewusst wie ein Kind so einen wunden Po bekommen kann. Er war wirklich blutig und offen wund. Er bekam also schon daf\u00fcr auch erst mal weiter Schmerzmittel und zum abheilen eine spezielle Mischcreme und Schwarztee zum abtupfen. Ab nach Hause Schon 6 Tage nach der Operation durften wir tats\u00e4chlich schon nach Hause. Wir waren davon ausgegangen, dass wir noch eine Woche in der N\u00e4he der Klinik bleiben sollen, aber Frau Dr. Hase war so zufrieden mit der kleinen Maus, dass es daf\u00fcr keinen Anlass gab. Die gro\u00dfe Maus und Papa Maus holten uns also am Krankenhaus ab und wir verbrachten noch eine Nacht gemeinsam im Ronald McDonald Haus. Diese Nacht war aber alles andere als ruhig. 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Um 5:50 Uhr gingen wir zu Fu\u00df los zur 800 Meter entfernten Klinik, da wir uns um 6 Uhr auf der Station einfinden sollten. Papa Maus begleitete uns noch bis zur Station, musste sich dann aber erst einmal wieder verabschieden. Warten. Was sonst?! Auf der Station angekommen durfte die kleine Maus sich schon mal in ein kleines OP Hemdchen schmei\u00dfen und es sich auf einem im Gang stehenden Bett bequem machen. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir an erster Stelle dran sind, wie es uns am Vortag gesagt wurde. Leider ergab sich das wohl als Falschinformation. Ein Kind nach dem anderen wurde vor uns Richtung OP geschoben. Die kleine Maus war wieder einmal unheimlich geduldig, hat sich umgeschaut, erz\u00e4hlt, gefragt und schlie\u00dflich sogar noch ein bisschen geschlafen. Das Pflegepersonal war ziemlich erstaunt wie er in diesem Trubel einfach so ein Schl\u00e4fchen halten kann, aber ich denke er hat auch die Anspannung gesp\u00fcrt und dann einfach auf seine Art abgeschaltet. Nach 3 Stunden (!) warten sollten wir dann aber endlich dran kommen. Zun\u00e4chst durfte die kleine Maus aber noch einen kleinen Schlafsaft trinken. Dieser bitters\u00fc\u00dfe Saft gefiel ihm aber gar nicht und so spuckte er 90 % davon im hohen Bogen wieder aus. So wurde die kleine Maus mit meiner Hilfe erst mal ohne Schlummertrunk zum Aufwachraum (in diesem Fall eher ein Einschlafraum) gefahren. Dort angekommen bekamen er und sein Monsterchen eine schicke OP Haube. Das erfahrene Personal schaffte es sogar der kleinen Maus doch noch die n\u00f6tige Menge Saft einzufl\u00f6\u00dfen. Sehr liebevoll, ohne Zwang und mit einer unsichtbaren extra Portion f\u00fcr das Monsterchen. Nach weiteren ca. 20 Minuten hie\u00df es dann Abschied nehmen. Die mittlerweile sehr lustige und gleichzeitig m\u00fcde kleine Maus gab mir noch ein K\u00fcsschen und wurde dann freudig winkend zum OP geschoben. Wir sind Profis im Warten Ich verlie\u00df das Geb\u00e4ude und traf mich drau\u00dfen auf dem Klinik Gel\u00e4nde mit Papa Maus. Als erstes schrieb ich aber Frau Dr. Hase wie abgesprochen eine Nachricht: &#8222;?&#8220; (Dieses kleine Zeichen sollte ich ihr schicken wenn ich die kleine Maus an der OP Schleuse abgegeben habe) Wir spazierten \u00fcber das weitl\u00e4ufige Gel\u00e4nde der Klinik, tranken einen Kaffee zusammen und ich bekam auch endlich ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, das Papa Maus mir vom B\u00e4cker mitbrachte. Gegen 11:30 Uhr kam dann wie verabredet die Antwort von Frau Dr. Hase: &#8222;Ich fange an&#8220;\u00a0 Die kleine Maus war also nun soweit vorbereitet, dass Frau Dr. Hase mit der eigentlichen OP beginnen konnte. Ihre reine Operationszeit w\u00fcrde etwa 3 Stunden betragen und danach w\u00fcrde Sie uns anrufen. Also hie\u00df es jetzt f\u00fcr uns &#8222;einfach nur&#8220; warten. Das k\u00f6nnen wir mittlerweile ganz gut. Spazieren, Reden, Lesen, Handy daddeln, Instagram, Facebook, zwischendurch Mittagessen, rumsitzen, L\u00f6cher in die Luft starren&#8230; Klingeling. Pl\u00f6tzlich klingelt mein Handy. Schon um 14 Uhr rief Frau Dr. Hase an. Fertig &#8222;Ich bin fertig. Die Operation ist gut verlaufen. Der kleinen Maus geht es gut. Machen Sie sich jetzt mal ganz langsam auf den Weg zur OP Schleuse. Wir treffen uns dort so in 20 Minuten.&#8220; Nat\u00fcrlich haben wir uns nicht ganz langsam auf den Weg gemacht. Wir sind direkt Richtung OP Bereich und haben dort einfach gewartet bis Frau Dr. Hase zu uns kam. Die Operation verlief soweit nach Plan. Es waren laut R\u00f6ntgen ja in etwa 8 cm Dickdarm betroffen. Entfernt wurden ca. 14 cm, da der Darm an der Stelle besser geeignet war um ihn wieder zu vern\u00e4hen. W\u00e4hrend des Eingriffs wurde auch eine kleine Probe direkt zum Labor gebracht um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob auch kein aganglion\u00e4res Segment (Darm ohne Ganglienzellen) zur\u00fcck geblieben ist. Am Ende der Operation wird der Darm wieder zur\u00fcck an Ort und Stelle gebracht. Dabei ist eine kleine Darmfalte zur\u00fcck geblieben die noch etwas aus dem After hinaus schaute. Im besten Fall sollte diese sich aber in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen selbst zur\u00fcckziehen. Anschlie\u00dfend haben wir auch erfahren, warum die OP erst so sp\u00e4t beginnen konnte. Es war schlicht kein Intensivbett frei, womit die OP tats\u00e4chlich zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Aufgrund der langen Narkose und der schweren Operation kommen Kinder nach einer Durchzugsoperation nach De La Torre immer f\u00fcr mindestens einen Tag auf die Intensiv- oder \u00dcberwachungsstation. Frau Dr. Hase hat vor der Operation die verschiedenen Kinderintensivstationen der Klinik abgeklappert und schlie\u00dflich einen Platz auf der Kinderkardiologischen \u00dcberwachungsstation f\u00fcr die kleine Maus gefunden. Ich durfte dann in den Aufwachraum zu unserer kleinen Maus bis er fit genug w\u00e4re zum Verlegen auf die \u00dcberwachungsstation. Zuerst hatte ich Angst davor wie er wohl aussieht mit den ganzen Zug\u00e4ngen, aber schlie\u00dflich war ich doch erleichtert, dass er gar nicht so schlimm aussah wie ich bef\u00fcrchtet hatte. Er hatte einen zentralen Venenkatheter am Hals, einen Zugang am Handgelenk und einen Blasenkatheter. Klingt schon nach viel, aber es war alles gut verpackt und sah halb so wild aus. Richtig wach wurde er im Aufwachraum nicht, aber zumindest \u00f6ffnete er zwischendurch mal kurz die Augen. Nach ca. 30 Minuten konnten wir ihn dann gemeinsam zur \u00dcberwachungsstation begleiten. Dort durfte Papa Maus auch noch bis zum fr\u00fchen Abend bei uns bleiben und ich bekam entgegen der Erwartungen ein &#8222;richtiges&#8220; Elternklappbett und nicht nur einen Sessel zum Schlafen. Auf der \u00dcberwachungsstation Die erste Nacht war dann auch sehr durchwachsen. An dem ZVK (zentraler Venenkatheter) waren 3 Infusionen angeschlossen. Eine davon ein Dauerschmerzmittel, zus\u00e4tzlich Fl\u00fcssigkeit und einer Optional f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Schmerzmittel. Das wichtigste sei jetzt laut Frau Dr. Hase erst einmal, dass die kleine Maus komplett schmerzfrei ist und so viel Schmerzmittel bekommen darf wie daf\u00fcr n\u00f6tig. In der ersten Nacht wirkte die Kaudalan\u00e4sthesie von der OP wohl noch gut nach. Am n\u00e4chsten Morgen war dann aber der Moment f\u00fcr das st\u00e4rkere Schmerzmittel gekommen. Ein starkes Opioid das liebevoll &#8222;Dippi&#8220; genannt wurde. Die schmerzen wurden damit schnell besser, aber eine Nebenwirkung davon ist wohl \u00dcbelkeit und Erbrechen. Naja, und wenn irgendwo Erbrechen als Nebenwirkung drauf steht, dann nimmt die kleine Maus es auch mit. Das war kein sch\u00f6ner Anblick. Benebelt vom Schmerzmittel, zitternd vom Erbrechen. Im Laufe des Vormittags ging es ihm aber so gut, dass wir auf die Normalstation verlegt werden konnten. Normalstation Auf der Normalstation bekam er noch insgesamt zweimal den Dippi. Leider jedes Mal mit Erbrechen, aber immer noch besser als die Schmerzen zu ertragen. Ich wurde in der Krankenhauszeit selbst zur kleinen Hilfspflegekraft. Ich wollte mitmachen und wissen was passiert. Ein Beispiel die &#8222;Infusionsmaschine&#8220; am ZVK. Immer wenn eine der 3 Infusionen fast leer gelaufen war gab es ein Warnsignal (Ich werde diese D\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct wohl nie mehr aus dem Ohr bekommen). Ich wusste dann schnell wie ich zumindest den Ton kurz ausschalten konnte und habe dann 2 Minuten vor Ablauf eine Schwester oder einen Pfleger geholt. Wenn man zu fr\u00fch jemanden holte dauerte es zu lange und die Pflegekraft musste wieder schnell woanders hin, weshalb man dann also noch mal bescheid sagen m\u00fcsste. Es ging der kleinen Maus dann aber in gro\u00dfen Schritten schnell besser. Da war dann eher das Problem den Bewegungsdrang in Zaum zu halten und da war dann die t\u00e4gliche Physiotherapie ein echtes Highlight. Abgesehen davon haben wir viel gelesen, gespielt, Musik geh\u00f6rt, gesungen und gekuschelt&#8230; oder auch nicht. Wir haben zwar auch ein bisschen gepuzzelt und Tip Toi B\u00fccher angeschaut, aber die meiste Zeit musste tats\u00e4chlich das Tablet herhalten. Ich glaube die kleine Maus hat noch nie so viel am Tablet gespielt und geschaut wie bei diesem Krankenhaus Aufenthalt. Das Kuscheln beschr\u00e4nkte sich auch darauf, dass ich mich manchmal zu ihm gelegt habe wenn er einen Film schaute oder auch das Kuscheln zum Einschlafen. Die N\u00e4chte waren extrem durchwachsen. Die kleine Maus hat im Grunde immer durch geschlafen, aber trotzdem wurde ich bei jeder Bewegung wach, aus Sorge er k\u00f6nnte sich in den Schl\u00e4uchen vom ZVK verheddern. Oder auch wenn mal wieder eine Infusion durch gelaufen war und das eindringliche &#8222;d\u00fcdel\u00fcd\u00fcd\u00fct&#8220; ert\u00f6nte. Auch das 10 Monate alte Baby, das mit seiner Mama bei uns auf dem Zimmer lag hat (verst\u00e4ndlicherweise) sehr unruhig geschlafen. Da ist dann auch noch der Mama Instinkt in mir sehr ausgepr\u00e4gt, so dass ich auch da immer gleich mit wach wurde. Die Verdauung klappte nach der OP auch gleich sehr gut. Ein bisschen zu gut sogar, da er mitunter alle 20 Minuten eine Frische Windel brauchte. Dadurch hatte er dann direkt einen sehr sehr wunden Po. Unsere liebe Morbus Hirschsprung Gruppe hatte uns darauf schon vorbereitet. Die Haut am After muss sich erst mal an den Stuhlgang gew\u00f6hnen. Das Ausma\u00df h\u00e4tte ich mir aber niemals so heftig vorgestellt. Mir war nicht bewusst wie ein Kind so einen wunden Po bekommen kann. Er war wirklich blutig und offen wund. Er bekam also schon daf\u00fcr auch erst mal weiter Schmerzmittel und zum abheilen eine spezielle Mischcreme und Schwarztee zum abtupfen. Ab nach Hause Schon 6 Tage nach der Operation durften wir tats\u00e4chlich schon nach Hause. Wir waren davon ausgegangen, dass wir noch eine Woche in der N\u00e4he der Klinik bleiben sollen, aber Frau Dr. Hase war so zufrieden mit der kleinen Maus, dass es daf\u00fcr keinen Anlass gab. Die gro\u00dfe Maus und Papa Maus holten uns also am Krankenhaus ab und wir verbrachten noch eine Nacht gemeinsam im Ronald McDonald Haus. Diese Nacht war aber alles andere als ruhig. Warum, erfahrt Ihr im n\u00e4chsten Beitrag \u00fcber die Zeit nach dem Krankenhaus. Bis bald. 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