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</html><description>Und wie so oft kommt das Leben dazwischen und die Zeit und Nerven f&#xFC;r einen Blogbeitrag fehlten einfach. Wie schlie&#xDF;t man da wieder an? Ach ja. Ich erinnere mich. Es war 5:15 Uhr am 16.03.2021, der Wecker schrillte. Fertig machen. N&#xFC;chtern bleiben. Die kleine Maus ist bei uns als guter Schl&#xE4;fer und Langschl&#xE4;fer bekannt und daher machte er auch keine Anstalten aufzuwachen. Mama und Papa konnten sich in Ruhe anziehen um dann in letzter Minute doch noch den Koffer umzupacken. Mein innerer Stress zeigte sich in Zickereien und Panik irgendwas vergessen zu haben. Papa Maus bekam das alles ungefiltert ab und blieb, so gut es ging, die Ruhe selbst. Zehn Minuten bevor es los ging weckten wir die kleine Maus und zogen ihn nur schnell an. Er sollte ja n&#xFC;chtern bleiben und ich hoffte den Gedanken an Essen so hinausz&#xF6;gern zu k&#xF6;nnen. Ich blieb solidarisch einfach auch N&#xFC;chtern&#x2026; aber ehrlich gesagt hatte ich auch einfach keinen Hunger und h&#xE4;tte vor Nervosit&#xE4;t auch nichts runter bekommen. So belie&#xDF; ich es bei einem Cappuccino to go. Um 5:50 Uhr gingen wir zu Fu&#xDF; los zur 800 Meter entfernten Klinik, da wir uns um 6 Uhr auf der Station einfinden sollten. Papa Maus begleitete uns noch bis zur Station, musste sich dann aber erst einmal wieder verabschieden. Warten. Was sonst?! Auf der Station angekommen durfte die kleine Maus sich schon mal in ein kleines OP Hemdchen schmei&#xDF;en und es sich auf einem im Gang stehenden Bett bequem machen. Eigentlich waren wir davon ausgegangen, dass wir an erster Stelle dran sind, wie es uns am Vortag gesagt wurde. Leider ergab sich das wohl als Falschinformation. Ein Kind nach dem anderen wurde vor uns Richtung OP geschoben. Die kleine Maus war wieder einmal unheimlich geduldig, hat sich umgeschaut, erz&#xE4;hlt, gefragt und schlie&#xDF;lich sogar noch ein bisschen geschlafen. Das Pflegepersonal war ziemlich erstaunt wie er in diesem Trubel einfach so ein Schl&#xE4;fchen halten kann, aber ich denke er hat auch die Anspannung gesp&#xFC;rt und dann einfach auf seine Art abgeschaltet. Nach 3 Stunden (!) warten sollten wir dann aber endlich dran kommen. Zun&#xE4;chst durfte die kleine Maus aber noch einen kleinen Schlafsaft trinken. Dieser bitters&#xFC;&#xDF;e Saft gefiel ihm aber gar nicht und so spuckte er 90 % davon im hohen Bogen wieder aus. So wurde die kleine Maus mit meiner Hilfe erst mal ohne Schlummertrunk zum Aufwachraum (in diesem Fall eher ein Einschlafraum) gefahren. Dort angekommen bekamen er und sein Monsterchen eine schicke OP Haube. Das erfahrene Personal schaffte es sogar der kleinen Maus doch noch die n&#xF6;tige Menge Saft einzufl&#xF6;&#xDF;en. Sehr liebevoll, ohne Zwang und mit einer unsichtbaren extra Portion f&#xFC;r das Monsterchen. Nach weiteren ca. 20 Minuten hie&#xDF; es dann Abschied nehmen. Die mittlerweile sehr lustige und gleichzeitig m&#xFC;de kleine Maus gab mir noch ein K&#xFC;sschen und wurde dann freudig winkend zum OP geschoben. Wir sind Profis im Warten Ich verlie&#xDF; das Geb&#xE4;ude und traf mich drau&#xDF;en auf dem Klinik Gel&#xE4;nde mit Papa Maus. Als erstes schrieb ich aber Frau Dr. Hase wie abgesprochen eine Nachricht: &#x201E;?&#x201C; (Dieses kleine Zeichen sollte ich ihr schicken wenn ich die kleine Maus an der OP Schleuse abgegeben habe) Wir spazierten &#xFC;ber das weitl&#xE4;ufige Gel&#xE4;nde der Klinik, tranken einen Kaffee zusammen und ich bekam auch endlich ein kleines Fr&#xFC;hst&#xFC;ck, das Papa Maus mir vom B&#xE4;cker mitbrachte. Gegen 11:30 Uhr kam dann wie verabredet die Antwort von Frau Dr. Hase: &#x201E;Ich fange an&#x201C;&#xA0; Die kleine Maus war also nun soweit vorbereitet, dass Frau Dr. Hase mit der eigentlichen OP beginnen konnte. Ihre reine Operationszeit w&#xFC;rde etwa 3 Stunden betragen und danach w&#xFC;rde Sie uns anrufen. Also hie&#xDF; es jetzt f&#xFC;r uns &#x201E;einfach nur&#x201C; warten. Das k&#xF6;nnen wir mittlerweile ganz gut. Spazieren, Reden, Lesen, Handy daddeln, Instagram, Facebook, zwischendurch Mittagessen, rumsitzen, L&#xF6;cher in die Luft starren&#x2026; Klingeling. Pl&#xF6;tzlich klingelt mein Handy. Schon um 14 Uhr rief Frau Dr. Hase an. Fertig &#x201E;Ich bin fertig. Die Operation ist gut verlaufen. Der kleinen Maus geht es gut. Machen Sie sich jetzt mal ganz langsam auf den Weg zur OP Schleuse. Wir treffen uns dort so in 20 Minuten.&#x201C; Nat&#xFC;rlich haben wir uns nicht ganz langsam auf den Weg gemacht. Wir sind direkt Richtung OP Bereich und haben dort einfach gewartet bis Frau Dr. Hase zu uns kam. Die Operation verlief soweit nach Plan. Es waren laut R&#xF6;ntgen ja in etwa 8 cm Dickdarm betroffen. Entfernt wurden ca. 14 cm, da der Darm an der Stelle besser geeignet war um ihn wieder zu vern&#xE4;hen. W&#xE4;hrend des Eingriffs wurde auch eine kleine Probe direkt zum Labor gebracht um zu &#xFC;berpr&#xFC;fen, ob auch kein aganglion&#xE4;res Segment (Darm ohne Ganglienzellen) zur&#xFC;ck geblieben ist. Am Ende der Operation wird der Darm wieder zur&#xFC;ck an Ort und Stelle gebracht. Dabei ist eine kleine Darmfalte zur&#xFC;ck geblieben die noch etwas aus dem After hinaus schaute. Im besten Fall sollte diese sich aber in den n&#xE4;chsten Tagen und Wochen selbst zur&#xFC;ckziehen. Anschlie&#xDF;end haben wir auch erfahren, warum die OP erst so sp&#xE4;t beginnen konnte. Es war schlicht kein Intensivbett frei, womit die OP tats&#xE4;chlich zwischenzeitlich auf der Kippe stand. Aufgrund der langen Narkose und der schweren Operation kommen Kinder nach einer Durchzugsoperation nach De La Torre immer f&#xFC;r mindestens einen Tag auf die Intensiv- oder &#xDC;berwachungsstation. Frau Dr. Hase hat vor der Operation die verschiedenen Kinderintensivstationen der Klinik abgeklappert und schlie&#xDF;lich einen Platz auf der Kinderkardiologischen &#xDC;berwachungsstation f&#xFC;r die kleine Maus gefunden. Ich durfte dann in den Aufwachraum zu unserer kleinen Maus bis er fit genug w&#xE4;re zum Verlegen auf die &#xDC;berwachungsstation. Zuerst hatte ich Angst davor wie er wohl aussieht mit den ganzen Zug&#xE4;ngen, aber schlie&#xDF;lich war ich doch erleichtert, dass er gar nicht so schlimm aussah wie ich bef&#xFC;rchtet hatte. Er hatte einen zentralen Venenkatheter am Hals, einen Zugang am Handgelenk und einen Blasenkatheter. Klingt schon nach viel, aber es war alles gut verpackt und sah halb so wild aus. Richtig wach wurde er im Aufwachraum nicht, aber zumindest &#xF6;ffnete er zwischendurch mal kurz die Augen. Nach ca. 30 Minuten konnten wir ihn dann gemeinsam zur &#xDC;berwachungsstation begleiten. Dort durfte Papa Maus auch noch bis zum fr&#xFC;hen Abend bei uns bleiben und ich bekam entgegen der Erwartungen ein &#x201E;richtiges&#x201C; Elternklappbett und nicht nur einen Sessel zum Schlafen. Auf der &#xDC;berwachungsstation Die erste Nacht war dann auch sehr durchwachsen. An dem ZVK (zentraler Venenkatheter) waren 3 Infusionen angeschlossen. Eine davon ein Dauerschmerzmittel, zus&#xE4;tzlich Fl&#xFC;ssigkeit und einer Optional f&#xFC;r ein st&#xE4;rkeres Schmerzmittel. Das wichtigste sei jetzt laut Frau Dr. Hase erst einmal, dass die kleine Maus komplett schmerzfrei ist und so viel Schmerzmittel bekommen darf wie daf&#xFC;r n&#xF6;tig. In der ersten Nacht wirkte die Kaudalan&#xE4;sthesie von der OP wohl noch gut nach. Am n&#xE4;chsten Morgen war dann aber der Moment f&#xFC;r das st&#xE4;rkere Schmerzmittel gekommen. Ein starkes Opioid das liebevoll &#x201E;Dippi&#x201C; genannt wurde. Die schmerzen wurden damit schnell besser, aber eine Nebenwirkung davon ist wohl &#xDC;belkeit und Erbrechen. Naja, und wenn irgendwo Erbrechen als Nebenwirkung drauf steht, dann nimmt die kleine Maus es auch mit. Das war kein sch&#xF6;ner Anblick. Benebelt vom Schmerzmittel, zitternd vom Erbrechen. Im Laufe des Vormittags ging es ihm aber so gut, dass wir auf die Normalstation verlegt werden konnten. Normalstation Auf der Normalstation bekam er noch insgesamt zweimal den Dippi. Leider jedes Mal mit Erbrechen, aber immer noch besser als die Schmerzen zu ertragen. Ich wurde in der Krankenhauszeit selbst zur kleinen Hilfspflegekraft. Ich wollte mitmachen und wissen was passiert. Ein Beispiel die &#x201E;Infusionsmaschine&#x201C; am ZVK. Immer wenn eine der 3 Infusionen fast leer gelaufen war gab es ein Warnsignal (Ich werde diese D&#xFC;del&#xFC;d&#xFC;d&#xFC;t wohl nie mehr aus dem Ohr bekommen). Ich wusste dann schnell wie ich zumindest den Ton kurz ausschalten konnte und habe dann 2 Minuten vor Ablauf eine Schwester oder einen Pfleger geholt. Wenn man zu fr&#xFC;h jemanden holte dauerte es zu lange und die Pflegekraft musste wieder schnell woanders hin, weshalb man dann also noch mal bescheid sagen m&#xFC;sste. Es ging der kleinen Maus dann aber in gro&#xDF;en Schritten schnell besser. Da war dann eher das Problem den Bewegungsdrang in Zaum zu halten und da war dann die t&#xE4;gliche Physiotherapie ein echtes Highlight. Abgesehen davon haben wir viel gelesen, gespielt, Musik geh&#xF6;rt, gesungen und gekuschelt&#x2026; oder auch nicht. Wir haben zwar auch ein bisschen gepuzzelt und Tip Toi B&#xFC;cher angeschaut, aber die meiste Zeit musste tats&#xE4;chlich das Tablet herhalten. Ich glaube die kleine Maus hat noch nie so viel am Tablet gespielt und geschaut wie bei diesem Krankenhaus Aufenthalt. Das Kuscheln beschr&#xE4;nkte sich auch darauf, dass ich mich manchmal zu ihm gelegt habe wenn er einen Film schaute oder auch das Kuscheln zum Einschlafen. Die N&#xE4;chte waren extrem durchwachsen. Die kleine Maus hat im Grunde immer durch geschlafen, aber trotzdem wurde ich bei jeder Bewegung wach, aus Sorge er k&#xF6;nnte sich in den Schl&#xE4;uchen vom ZVK verheddern. Oder auch wenn mal wieder eine Infusion durch gelaufen war und das eindringliche &#x201E;d&#xFC;del&#xFC;d&#xFC;d&#xFC;t&#x201C; ert&#xF6;nte. Auch das 10 Monate alte Baby, das mit seiner Mama bei uns auf dem Zimmer lag hat (verst&#xE4;ndlicherweise) sehr unruhig geschlafen. Da ist dann auch noch der Mama Instinkt in mir sehr ausgepr&#xE4;gt, so dass ich auch da immer gleich mit wach wurde. Die Verdauung klappte nach der OP auch gleich sehr gut. Ein bisschen zu gut sogar, da er mitunter alle 20 Minuten eine Frische Windel brauchte. Dadurch hatte er dann direkt einen sehr sehr wunden Po. Unsere liebe Morbus Hirschsprung Gruppe hatte uns darauf schon vorbereitet. Die Haut am After muss sich erst mal an den Stuhlgang gew&#xF6;hnen. Das Ausma&#xDF; h&#xE4;tte ich mir aber niemals so heftig vorgestellt. Mir war nicht bewusst wie ein Kind so einen wunden Po bekommen kann. Er war wirklich blutig und offen wund. Er bekam also schon daf&#xFC;r auch erst mal weiter Schmerzmittel und zum abheilen eine spezielle Mischcreme und Schwarztee zum abtupfen. Ab nach Hause Schon 6 Tage nach der Operation durften wir tats&#xE4;chlich schon nach Hause. Wir waren davon ausgegangen, dass wir noch eine Woche in der N&#xE4;he der Klinik bleiben sollen, aber Frau Dr. Hase war so zufrieden mit der kleinen Maus, dass es daf&#xFC;r keinen Anlass gab. Die gro&#xDF;e Maus und Papa Maus holten uns also am Krankenhaus ab und wir verbrachten noch eine Nacht gemeinsam im Ronald McDonald Haus. Diese Nacht war aber alles andere als ruhig. Warum, erfahrt Ihr im n&#xE4;chsten Beitrag &#xFC;ber die Zeit nach dem Krankenhaus. Bis bald. Eure Mama Maus</description><thumbnail_url>http://wir-im-maushaus.de/wp-content/uploads/2021/06/20210316_095330-1-211x300.jpg</thumbnail_url></oembed>
